Logistiker als „Umsetzer“ von innovativen Ideen

Zum neunten Mal wurde am 21. Oktober in der Wiener Hofburg der Hermes Verkehrs-Logistik-Preis verliehen. Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) betonte in seiner Rede, dass dabei vor allem jene ausgezeichnet werden, die sich als „Umsetzer“ innovativer Ideen hervortun.
Dieses „in die Umsetzung kommen“ würde er sich auch von der Politik wünschen: „Wir haben bereits im Vorjahr unseren Mobilitätsmasterplan vorgelegt. Dieser hat mit dem Masterplan, den das Klimaschutzministerium im Sommer präsentiert hat, viele Schnittmengen. Jetzt geht es darum, die Ziele zur Emissionsreduktion im Verkehr durch konkrete Maßnahmen anzupacken. Schließlich wollen wir die Dinge auf die Straße bringen“, so Alexander Klacska.
Die Kategorie „Bildung“ konnte die Hödlmayr International AG für sich entscheiden. Das auf Fahrzeuglogistik spezialisierte Unternehmen mit Sitz in Schwertberg (OÖ) hat die Corona-Zeit genutzt und eine groß angelegte Schulungsoffensive zu realisieren. Dabei wurden unter anderem die digitalen Kompetenzen der Mitarbeitenden gestärkt.
Die Kategorie „Supply Chain“ entschied die Gebrüder Weiss Ges.m.b.H. mit Sitz in Lauterach (Vorarlberg) für sich. Das international tätige Familienunternehmen wurde für sein Projekt myGW ausgezeichnet, das eine innovative und skalierbare Lösung zur proaktiven Steuerung der Lieferkette darstellt und bereichsübergreifend über Landtransport, Lagerlogistik, Luft- und Seefracht angewandt werden kann.
Über die webbasierte Plattform myGW können die Kunden von Gebrüder Weiss jederzeit auf alle Daten ihrer Transport- und Logistikaufträge zugreifen und sich über den aktuellen Stand bei der Abwicklung ihres Auftrags informieren. Ein elektronisches Buchungssystem, die Verwaltung digitalisierter Dokumente und die Möglichkeit, über myGW zu kommunizieren, machen die Plattform zu einer zentralen Anlaufstelle für Versender und deren Kunden.
Das Kundenportal ging im Herbst vergangenen Jahres online. Derzeit sind mehr als 12.000 Nutzerinnen und Nutzer aufgeschaltet. „Der Hermes-Award ist eine Anerkennung dafür, wie intensiv wir in den vergangenen Jahren unsere digitalen Services weiterentwickelt haben“, sagt Wolfram Senger-Weiss, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Gebrüder Weiss.
In der Kategorie „Nachhaltigkeit“ ging der Hermes Verkehrs.Logistik.Preis 2021 an die Österreichische Post AG. Diese wurde für ihr Engagement in Richtung CO2-freie Zustellung prämiert. Bis Ende des heurigen Jahres sollen bei der Post 1.200 E-Fahrzeuge und E-Mopeds sowie 1.400 E-Transporter im Einsatz sein.
In der Kategorie „Sicherheit“ gewann das SV-Büro Ing. Gerald Rieger aus Straßwalchen (OÖ) mit seinem Langzeitprojekt „Prävention und Transport-Sicherheit“. Damit haben sich die Sachverständiger ein zweites Standbein aufgebaut und helfen namhaften Kunden im In- und Ausland, mögliche Schäden, die unter anderem beim Be- und Entladen entstehen können, durch entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu vermeiden.
In der Kategorie „Bester KMU“ heißt der Preisträger Dr. Schärmer & Dr. Spendel Cargo Experts GmbH. Das Unternehmen aus Wien-Liesing veranstaltet Seminare, Schulungen und Workshops zu ausgewählten Themen der Transportbranche. Diese reichen von Transport- und Logistikreicht über Intensiv-Ausbildungen zum Claims Handlingmanager Transport und Logistik bis hin zu Webinaren, welche Herausforderungen der Brexit für die Branche bringt.
Der Hermes Verkehrs.Logistik.Preis in der Kategorie „Entrepreneur“ ging heuer an Stefan Krauter. Der Alleingesellschafter und CEO der cargo-partner Gruppe mit Sitz in Fischamend nahe dem Wiener Flughafens baute vor mittlerweile 38 Jahren die cargo-partner Gruppe auf. Heute hat das Unternehmen mehr als 140 Standorte und erwirtschaftete 2020 mit weltweit 3.600 Mitarbeitenden einen Umsatz von rund 1,05 Mrd. Euro.
www.wko.at

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