Klimavolksbegehren: Die Krise als Chance

Mit heute Freitag, 24. April 2020 startet die Eintragungsfrist für das Volksbegehren zum Klimaschutz in Österreich. Damit soll dem Ruf nach mehr Nachhaltigkeit und dem Kampf gegen den Klimawandel mehr Gewicht verliehen werden.

Wien (OTS) – Der Klimastreik wird ins Netz verlegt. Die Klimabewegung und das Klimavolksbegehren haben im vergangenen Jahr Klimapolitik ins Zentrum gerückt. Doch im Schatten der Corona-Pandemie werden Stimmen laut, Klimaschutz nun hintenanzustellen und Gelder an Konzerne auszuschütten, die unsere Zukunft bedrohen.

In die Vergangenheit investieren oder die Zukunft fördern?

Dennoch gehen weltweit die fossilen Industrien als Gewinner der Corona-Krise hervor und werden mit unserem Steuergeld unterstützt [1]. „Das ist auch das Geld derer, die gerade unter prekären Verhältnissen leben, in Kurzarbeit ausharren oder vor kurzem ihre Arbeit verloren haben und das Geld dringend nötig hätten.

Statt uns durch Importe in Milliardenhöhe von Öl, Gas und Kohle in Abhängigkeit von politisch instabilen Regionen zu begeben oder Milliarden an Strafzahlungen an die EU und an Schadenskosten durch die Klimakrise in Kauf zu nehmen, ließe sich mit diesem Geld ein wirtschaftlicher Neustart finanzieren“, fordert Katharina Rogenhofer, Sprecherin des Klimavolksbegehrens. Dazu braucht es entschlossene Politik – anders als 2008, als nach der Finanzkrise nur 30% der Gelder in Zukunftsbranchen geflossen ist.

„Es ist Zeit, Politik zu machen, die den Menschen und der Umwelt nutzt statt fossilen Konzernen. Der Ausbau von erneuerbaren Energien würde hunderttausende Arbeitsplätze schaffen, Wertschöpfung vor Ort garantieren und langfristig zu einem geringeren Energiepreis führen.“, unterstreicht Rogenhofer.

Gleiches gilt für die Sanierung von Gebäuden. Diese senkt die Energiekosten jedes Einzelnen, macht Gebäude energieeffizienter und schafft zukunftsfähige Jobs.

Der Ausbau des öffentlichen Verkehrs würde es den meisten Menschen möglich machen, auf klimafreundliche und günstige Verkehrsmittel umzusteigen. Eine nachhaltige, regionale Landwirtschaft könnte das Bauernsterben stoppen, die Qualität der heimischen Produkte steigern und die Produzenten entsprechend entlohnen. Dass dies auch die Gesundheit der Menschen beachtlich verbessern würde, ist kein Geheimnis.

Mehr dazu: Klimavolksbegehren – Die Krise als Chance

Translate »
error: