Kfz-Einzelhandel massiv unter Druck

Designierter Branchensprecher Hutschinski: Lockdowns und Unsicherheiten belasten schwer – Betriebe warten auf Aufsperren am 8. Februar

Wie an den rückläufigen Zulassungszahlen der vergangenen Monate zu erkennen ist, leidet der heimische Fahrzeughandel massiv unter den Lockdowns und den damit verbundenen Auswirkungen der COVID-19 Pandemie. „Sowohl im Privatbereich als auch bei den Firmenkunden sorgt die derzeitige wirtschaftliche Situation für ein stark gebremstes Kaufverhalten. Zusätzlich strahlt auch der Stillstand im Wintertourismus in den betroffenen Gebieten negativ auf den Fahrzeughandel aus“, erläutert Stefan Hutschinski, designierter Kfz-Einzelhandelssprecher des WKÖ-Bundesgremiums des Fahrzeughandels.

Staatliche Unterstützungsmaßnahmen wie Corona-Kurzarbeit, Fixkostenzuschuss und Verlustersatz seien zwar wichtige Instrumente, die die betroffenen Betriebe unbedingt in Anspruch nehmen sollten. Zusätzlich entlastend sollte aber auch der Ausfallsbonus wirken, auf dessen Beantragungsstart die Betriebe bereits warten. Hutschinksi: „Diese Unterstützungsmaßnahme sollte die bestehende Palette an Förderungen und Zuschüssen rasch ergänzen, damit Liquiditätsengpässe gemildert werden können“.

Besonders erfreulich sei in diesem Zusammenhang, dass die EU nun den Beihilferahmen gelockert hat, wodurch die staatlichen Unterstützungen endlich in adäquatem Umfang fließen könnten.

Noch mehr als auf die staatlichen Unterstützungsmaßnahmen erwarten die Betriebe aber die Wiederaufnahme ihrer Tätigkeiten: „Wir wollen mit dem 8. Februar endlich wieder loslegen und unsere Kundinnen und Kunden – unter Einhaltung aller gebotenen Corona-Schutzmaßnahmen – wieder begrüßen können.“

Handlungsbedarf sieht der Einzelhandelssprecher auch im Bezug auf die Importeure. „Es wäre wünschenswert, wenn Händler und Importeure jetzt an einem Strang ziehen und gemeinsam versuchen, diese herausfordernde Zeit bestmöglich zu meistern. Ich appelliere daher an unsere Partner, gemeinsam mit uns Wege durch diese Krise zu suchen. Zusätzliche Belastungen für die von der Krise ohnehin massiv gebeutelten Händler helfen sind für die gesamte Branche kontraproduktiv.“

Wünschenswert wäre aus seiner Sicht etwa, Finanzierungshilfen bzw. Stundungen für die Händler im Bereich des Neuwagenlagers, der Vorführwagen und für nicht übernommene Kundenfahrzeuge zu ermöglichen. Auch kostenintensive Investitionen, wie sie etwa für die Infrastruktur der Elektromobilität, für CI oder bauliche Projekte notwendig wären, sind derzeit aufgrund der angespannten finanziellen Situation einfach nicht umsetzbar. (PWK047/PM)

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