FVV Arbeitskreis „Zukünftige Kraftstoffe“

Gemäß des Klimaaktionsplans 2050 soll Deutschland bis 2050 überwiegend treibhausgasneutral werden. Dabei ist die vollständige Dekarbonisierung des Verkehrssektors nicht möglich, wenn Fahrzeuge nach wie vor mit fossilen Brennstoffen betrieben würden.

Zur Darstellung von Szenarien zur Erreichung vollständiger Klimaneutralität des Verkehrssektors (100% Reduktion klimaschädlicher Emissionen), hat eine branchenübergreifende Arbeitsgruppe unter Koordination der „FVV Kraftstoffgruppe“, bestehend aus Experten der Automobil-, Chemie-, Mineralöl- und Versorgungsindustrie, verschiedene Wege zur kompletten Defossilisierung des deutschen Verkehrssektors aufgezeichnet und verglichen.

Um einen einfachen und fairen Vergleich der verschiedenen Mobilitätsoptionen zu ermöglichen, wird in jedem Szenario davon ausgegangen, dass der deutsche Fahrzeugbestand (Pkw und Lkw) auf eine einzige Technologie umgestellt wird (100 %-Szenarien). Obwohl sämtliche dieser 100 %-Szenarien eher unrealistisch und damit theoretischer sind, sind sie ein geeignetes Instrument für einen einfachen technischen und wirtschaftlichen Vergleich.

Im Mittelpunkt der Studie steht ein quantitativer makroökonomischer Vergleich der „Mobilitätskosten“ (Kraftstofferzeugung, Ausbau der Kraftstoffverteil-Infrastruktur, Fahrzeugabschreibung) und des Primärenergiebedarfs verschiedener Kraftstoff-Antriebsstrang-Kombinationen. Für die folgenden Szenarien wird dabei erneuerbare Energie ausschließlich durch Sonnen- und Windkraft bereitgestellt:

1. Direkte Nutzung elektrischer Energie in batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen (BEV).

2. Zentrale und dezentrale Wasserstofferzeugung via Elektrolyse für den Einsatz in Brennstoffzellenfahrzeugen (FCEV).

3. E-Kraftstoffe (auch bekannt als PtX-Kraftstoffe), hergestellt mit CO2 aus der Umgebungsluft und nachhaltig hergestelltem Wasserstoff, für den Einsatz in Verbrennungsmotoren.

Für jedes Szenario werden dabei minimale und maximale Kosten- und Wirkungsgrad-Annahmen getroffen. Berücksichtigt werden dabei die Stromkosten für verschiedene Produktionsstandorte (Deutschland vs. MENA), die Effizienzen von Elektrolyse und PtX-Synthese sowie die Investitionskosten für die Betankungsinfrastruktur, den notwendigen Netzausbau und die Fahrzeugkosten. Neben dem rein elektrischen Weg und zwei H2-FCEV-Pfaden werden insgesamt 8 verschiedene E-Fuel-Optionen detailliert analysiert.

Rückfragen & Kontakt:
Univ.-Prof. Dr. B. Geringer (Vorsitzender)
Österreichischer Verein für Kraftfahrzeugtechnik (ÖVK)
www.oevk.at

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