BOKU setzt Zugangsbeschränkungen aus

Wien (OTS) – Die Universität für Bodenkultur (BOKU) hat angekündigt, die Zugangsbeschränkungen für den Studiengang Umwelt- und Bioressourcenmanagement (UBRM) heuer auszusetzen. Die Studienvertretung UBRM hat die Zugangsbeschränkungen stets abgelehnt, sie begrüßt daher diesen Schritt und spricht sich für einen freien Hochschulzugang und ein komplettes Aus für das Aufnahmeverfahren aus. UBRM ist einer der gefragtesten Studiengänge an der BOKU, nicht zuletzt wegen der Klimakrise und den damit verbundenen gesellschaftlichen Herausforderungen.

Studienbeschränkungen sind vor allem für Maturant*innen eine große Belastung. „Studieninteressierte müssen schon im Mai, vor der Matura, wissen, was sie studieren wollen, bekommen jedoch erst Anfang September eine Nachricht, ob sie aufgenommen werden oder nicht. Das erzeugt Ungewissheit und Unsicherheit bei einer im Leben so wichtigen Entscheidung“, kritisiert Antoine Ferraris von der Studienvertretung UBRM.

Anstelle eines Aufnahmeverfahrens sieht Hannah Jennewein, Studienvertretung UBRM, genug Potenzial in anderen Bereichen: „Anstatt den Zugang zum Studium zu beschränken, sollten Ressourcen für die Verbesserung der Lehre und des Inhalts des Studiengangs verwendet werden. So wurde beispielsweise der Studienplan umfassend überarbeitet, was die Qualität des Studiums aus unserer Sicht deutlich verbessert hat.“

Die Studierendenvertreter*innen haben bereits bei der Einführung der Zugangsbeschränkungen darauf hingewiesen, dass diese nicht die gewünschten Effekte erzielen werden. „Es freut uns, dass die Universitätsleitung das nun ebenfalls erkannt und die Zugangsbeschränkungen ausgesetzt hat. Als Nächstes muss derselbe Schritt für das Studium Lebensmittel- und Biotechnologie gesetzt werden. Ein Abhalten der Aufnahmetests in der derzeitigen Situation ist nämlich äußerst unrealistisch“, stellt Marcus Beringer, Referent für Bildungspolitik der Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität für Bodenkultur Wien (ÖH BOKU) klar.

Die Lockerungen im Aufnahmeverfahren nimmt auch die dazu tätige Absolvent*innenvertretung UBRM-Alumni positiv auf. Obmann Simon Huber dazu: „Die Statistiken der letzten Jahre zeigen, dass UBRM-Alumni am Arbeitsmarkt stark gefragt sind. Zukünftige Herausforderungen des Klimawandels, Green Economy und viele weitere Nachhaltigkeitsthemen interessieren in den heutigen Zeiten nicht nur viele Maturant*innen, sie werden auch deren Lebensgrundlage bilden. Umso mehr erfreut es uns, dass die BOKU mit dem Ausbau der möglichen Studienplätze ein wichtiges Zeichen setzt und ihre Position als eine der renommiertesten Universitäten im Nachhaltigkeitssektor damit weiter ausbaut.“

Umwelt- und Bioressourcenmanagement ist der jüngste Studiengang an der BOKU. Er wurde 2003 gegründet und beschäftigt sich mit Themen wie Klimawandel und nachhaltiger Ressourcennutzung. In den letzten Jahren erfreute sich das Studium großer Beliebtheit, auch aufgrund seines generalistischen und interdisziplinären Ansatzes.

Rückfragen & Kontakt:

Antoine Ferraris
Studienvertretung Umwelt- und Bioressourcenmanagement, Hochschülerinnen- und Hochschülerschaft an der Universität für Bodenkultur Wien (ÖH BOKU)
+43 650 7600736

Marcus Beringer
Referent für Bildungspolitik der ÖH BOKU
+43 650 5511652

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